Vom Leben und Sterben

Dieses Wochenende war von viel Leben gekennzeichnet. Zwei befreundete Paare haben gemeinsam ihren „35.“ Hochzeitstag gefeiert. Korrekterweise muss gesagt werden, dass das eine Paar 25-jähriges und das andere 10-jähriges Ehe-Jubiläum hatte. Eine süße Idee unter Freunden, dass so zusammen zu legen. Es war eine sehr schöne Feier die den Begriff Multikulturell wirklich verdient hat. Es war ein Mitbring-Buffet vorgesehen und selten habe ich eine solche Vielfalt an unterschiedlichsten Gerichten auf einer Tafel gesehen. Von tamilischen Speisen über mediterranen Gerichten, Zwiebelfleisch bis hin zu verschiedenen Gulaschsuppen, afrikanischem Reis-Salat und Kartoffelsalat war alles vertreten was der Magen so verarbeiten kann – von den Torten, Kuchen und der Candy-Bar ganz zu schweigen.

Es wurde tanzbare Musik – zum Teil aus den 80ern – gespielt, dazu getanzt und mitgesungen. Es war eine gelöste und würdige Feier, die einfach nur Freude machte. Unser Jüngster hat sehr ausgiebig ‚abgezappelt‘, meine Frau hat die Tanzfläche ebenfalls bereichert und ich habe auch einmal die Tanzfläche unsicher gemacht. Und das trotz der Lichtanlage, die bei unsereins & me durch das Geblinke doch einiges an Problemen mit sich brachte.

Es war toll, viele Freunde wieder zu treffen, auch alte Bekannte und Verwandte. Es tat gut Gespräche zu führen aber sich zwischenzeitlich immer wieder mal eine Auszeit zu nehmen und draußen spazieren zu gehen. Von Vorteil war auch, dass die Halle nur ein paar Straßen vom eigenen Zuhause entfernt ist und so auch die Umgebung sehr vertraut ist. So etwas trägt dann alles noch mehr zur Entspannung bei.

Gestern habe ich dann sowohl mit den Eltern lange gesprochen und danach waren Ionovia, der Jüngte und ich noch bei den Schwiegereltern zu Besuch gewesen. Auch dort haben wir als Familie einen schönen nachmittag verbracht. In dem Gespräch vorher mit meinen Eltern ging es vor Allem um Oma. Sie musste letztendlich ins Pflegeheim, da sie in der letzten Zeit sehr stark abgebaut hatte. Die letzten Tage waren Paps und eine seiner Schwestern oft bei ihr. Paps sagte vor Wochen schon, dass er ihr wünscht, dass sie nicht zu lange Leiden muss. Heute früh erreichte uns alle die Nachricht, dass sie nun friedlich eingeschlafen ist. Sie war nicht alleine, sondern eine Krankenschwester war bei ihr und hielt ihre Hand.

Sie ist nun zur Ruhe gekommen und unsereins & me wird sie so in Erinnerung behalten, wie sie war, als es ihr gesundheitlich noch gut ging. Es wird für unsereins & me keine Verabschiedung von ihr am Grab geben, sondern im Herzen und Sinn ist dies geschehen. Auch wenn sie nun nicht mehr hier ist und Trauer bei uns vorhanden ist, so ist es dennoch kein Schrecken, der unsereins & me überfällt. Ich wünsche mir für die ganze Familie, dass auch sie für sich eine Verabschiedung in Trauer aber ohne Verzweifelung schaffen. Dankbar erinnert sich unsereins & me an die schönen Dinge, die mit ihr als Person verbunden sind und hat die gesicherte Hoffnung, sie zu einer bestimmten Zeit wieder zu sehen. Dann ohne gesundheitliche Leiden und in voller Lebenskraft. Die früheren Dinge werden dann vergangen sein und unsereins & me wird nicht mehr mit den Erinnerungen an die eigenen schlimmen Erlebnisse zu kämpfen haben. So wird unser Wiedersehen voller Freude, Frieden und Harmonie sein.

Ich freue mich auf diese Zeit!

6 Gedanken zu „Vom Leben und Sterben“

  1. Hallo Ihr,

    Ich finde es schön das du es dir auf den Feiern sichtlich hast gut gehen lassen. Es freut mich dass gute Gespräche führen konntest. Und das mit deiner Oma tut mir leid, aber es wird so kommen wir du es siehst. Das denke ich auch.

    Liebe Grüße
    Maryla

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