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Träume – Rückblick und Vorschau

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"Träume sind Schäume", sagt der Volksmund und meint damit, dass die Traumwelt nicht den Charakter des Realen besitzt. Es leitet sich ab vom Bild der zerplatzenden Seifenblasen, die einen Schaum bilden. Sie verschwinden und sind nichts, was man festhalten kann. Und bei den meisten Träumen ist das auch so. Menschen im Allgemeinen und auch uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ erinnert sich nur an einen Bruchteil der Träume, die sich des Nachts abspielen. Es geht mir in diesem Beitrag nicht um mystische Traumdeutung, sondern um eine sachliche, logische Herangehensweise.

Dabei gibt es Träume, die einen sehr realen Eindruck machen und auch Bilder verwenden, die man irgendwann vorher im Leben mal erfasst hat. Aber sie werden nicht linear verarbeitet, sondern eher wie durch einen Mixer gejagt, durcheinander und vermengt im Traum ausgeliefert. Und schon macht irgendetwas entweder gar keinen Sinn oder einen völlig anderen. Die Träume, die mir im Sinn bleiben sind oftmals entweder völlig Gaga oder völlig real. Und nicht alle Träume haben es verdient sie tiefer zu analysieren. Einfach weil sie zu vermengt sind als dass man tatsächlich eine Garantie für die Bedeutung hätte. Sich mit solchen Träumen zu beschäftigen hat uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ nie weiter gebracht und nur verwirrt. Daher hat sich uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ darauf geeinigt, dass sie wahrgenommen aber nicht weiter beachtet werden.

Dann gibt es hier Träume, die sich als beste Film-Unterhaltung eigenen. Offensichtlich ein Mix aus allen möglichen Filmen in Kombination mit realen Personen. Alles einem Drehbuch folgend und auch nach dem Wach-werden echt Hollywood-tauglich. Diese 'Filme' sind aber nicht beängstigend im Sinnes eines Traumas und daher schaut uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ sie sich gerne in Wiederholung nochmal an. Offensichtlich. Denn sie werden mehrfach geträumt. Teils über Wochen, Monate, ja sogar Jahre hinweg.

Bezüglich Trauma-Verarbeitung hat sich bei uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ herausgestellt, dass das Gehirn sehr klare Wege geht. Da gibt es Träume, die nur auf den ersten Blick der vorherigen Gruppe ähneln. Denn der Unterschied: Sie sind beängstigend, aufwühlend und verarbeiten offensichtlich real geschehenes, dass entweder verdrängt, noch nicht bearbeitet oder bewusst ’stehen gelassen' wurde. Dabei werden durchaus auch Elemente vermischt die sehr symbolisch sind, aber sich leicht zuordnen lassen. Da ist z.B. der Drache gewesen, der neben dem damaligen Wohnaus aus dem Parkplatz heraus brach um mich Richtung Wald zu jagen und mir Leid an zu tun. Immer wieder der gleiche Traum – über Jahrzehnte hinweg! Ein roter Drache, der eigene Körper brennt rot und überall rot gefärbter kalter Schnee. Wenn man bedenkt, dass der Täter rothaarig war, man über den Parkplatz in den Wald zum Tatort kommt und der Körper blutend im Schnee saß und es an gewissen Körperstellen einfach nur brennend weh tat, dann ist dieser Traum sehr einfach zuzuordnen. Und extrem belastend. Seitdem eine Tatortbegehung gemacht wurde (Nein, das war nicht einfach und dauerte extrem lange, bis das möglich war) ist dieser Traum nicht mehr da gewesen, ich kann darüber schreiben, reden und auch im Innen löst er nichts mehr aus. Aber andere solcher belastende Träume mit leicht zuzuordnenden Symbolik gibt es weiterhin bei uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ. Diese Träume gehören in die Kategorie Albtraum, die einen auch schweißgebadet hochschrecken lassen.

Nicht zu verwechseln mit einem Flashback(-Traum), in dem traumatische Erlebnisse nochmals (meist extrem realitätsnah) wie damals durchlebt werden. Das ist nochmal ein ganz anderes Kaliber. Diese Träume hebeln hier alles aus und sind auch mit aller Sachlichkeit nicht zu handeln. Sie überwältigen uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ. Mitten in der Nacht und plötzlich sitzt der Körper kauernd, weinen, zitternd, eventuell sich einnässend in einer Ecke und ich kann dann nur versuchen irgendwie so schnell wie möglich in die Realität zu kommen, wenn ich mitbekomme, dass es geschehen ist.

Eine weitere Sorte von Träumen sind die, die sich damit beschäftigen, wie das Innen auf vergangene Situationen reagiert hat (oder am liebsten hätte) und wie es auf zukünftige Geschehnisse reagieren wird. Bei uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ sind diese Träume nicht nur sehr real, sie sind vor Allem etwas, was hier 'halbe Träume' genannt wird. Sie treten hier nur in den Phasen vor dem Einschlafen und dem Wach-werden auf (und wenn ich in der Nacht mal raus muss kann das ja mehrfach passieren). Diese 'Wachträume' sind extrem anstrengend und kommen besonders dann vor, wenn ich nicht auf meine Grenzen geachtet habe – egal ob durch massive körperliche/emotionale Belastung oder aber durch Schlafmangel.

uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ

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