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Diesen Beitrag hatte ich ursprünglich am 09.12.2018 veröffentlicht. Aufgrund meiner persönlichen Entwicklung hatte ich über 200 Beiträge erstmal auf Privat gestellt um sie später nochmal mit dem neuen Selbstverständnis zu beleuchten. Und heute ist es so weit, dass ich diesen Beitrag als erstes herauskrame :)

Durch den Beitrag von ZEiTENMOSAiK kam das Thema der unterschiedlichen Schriftbilder noch einmal auf. unsereins & me hatte in der Vergangenheit in einem geschützten Beitrag etwas dazu geschrieben. Aber ich möchte nun gerne eine kleine Collage mit verschiedenen Schriftbildern von uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ öffentlich zeigen. Das 'Lustige' daran ist, dass ich früher immer gesagt habe, dass die Schrift hier nur in einem ’normalen Maß' variiert. ☺

Dabei hatte ich früher schon einmal alte Notizen sowie Unterlagen aus der (Berufs-)Schulzeit durchgeschaut. Ja, da war auch ganz extrem viel unterschiedlich – aber hier wurde das immer als völlig normal eingeordnet. Erst im Laufe der Zeit wurde mir klar, dass es nicht ’normal' ist, so unterschiedlich zu schreiben. Vieles an alten Dokumenten ist (leider oder zum Glück ) seit über 10 Jahren verschütt gegangen und so sind – bis auf wenige kurze Notizen – nur noch ’neuzeitliche' Schriften aus den letzten 10 Jahren vorhanden…

Ist doch alles ziemlich ähnlich, oder? ;)

Vier Schriftbilder waren in der Jugend dabei immer sehr präsent und wurden im Alltag verwendet:

  • Vierte Schrift in der ersten Reihe
  • Dritte Schrift in der zweiten Reihe
  • Erste Schrift in der unteren Reihe
  • Vierte Schrift in der unteren Reihe

Die zweite Schrift in der ersten Reihe entspricht der heutigen Alltags-Schrift. Die anderen Schriftbilder tauchten immer nur in Notizen und persönlichen Dokumenten wie Tagebuch oder Briefen auf. Die zweite Schrift in der zweiten Reihe ist übrigens früher in zig verschiedenen Abwandlungen verwendet worden – die alte Schreibweise des 'z' sowie viele Schnörkel waren dabei immer vorhanden.

Bis zur vollständigen Fusion heute gab es immer noch unkontrollierte Wechsel in der Schrift. Dann wurde plötzlich z.B. zwischen der eigentlichen Alltags-Schrift und der vierten Schreibschrift in der dritten Reihe umgeschaltet. Im Übrigen wird in allen Schriften fließend und ohne besondere Konzentration geschrieben.

Aber auch heute verwende ich tatsächlich noch drei Schriftbilder. Die Alltagsschrift (zweite Schrift in der ersten Reihe) ist dabei meine Hauptschrift. Wenn ich in Stresssituationen etwas schnell hinkritzel, schwenke ich zu einer unsauberen Schreibschrift um (vierte Schrift in der ersten Reihe). Das ist ein bewusstes umschalten – ich möchte meine persönliche Handschrift nicht für Stress hergeben. Die dritte Schrift, die ich verwende – und mit der ich eine ganze Zeit lang 'gehadert' habe – ist meine 'Geheimschrift'. Tatsächlich ist diese Schrift in der Jugend entwickelt worden um Privates, Vertrauliches, Geheimes aufzuschreiben. Und heute nutze ich sie gezielt um mein neu begonnenes 'Selbstgesprächsbuch' zu füllen.

Da stellt sich der ein oder andere sicher die Frage, um was es sich dabei handelt. Ich hatte früher ein 'Diskussionsbuch' in dem die verschiedenen Innens ihre Standpunkte in ihrer Handschrift darlegen konnten und so ein Austausch über komplexe Themen auch über einen längeren Zeitraum hinweg ausdiskutiert werden konnten. Dieses Buch war kein Tagebuch, sondern ein für das Innen gedachte Kommunikationsmittel. Nun stehe ich als fusionierter Multi ohne diesen Austausch da und lerne mit mir selbst meine unterschiedlichen Ansichten zu besprechen. Einiges davon schaffe ich mittlerweile im Kopf – aber es ist dabei leise, seltsam gedämpft und sehr häufig nur schwer greifbar, so dass ich über den gleichen Gedanken mehrfach neu sinnieren muss. Wenn ich es aufschreibe, ist es ganz leicht greifbar.

Ich fragte mich echt, ob es in dieser Geheimschrift sein 'muss'. Ja, 'muss' es, denn es tut mir gut. Es ist ein extrem fokussiertes Schreiben – ich nehme mir Zeit und jedes Wort, jeder Satz geht regelrecht in mir auf. Es ist niemals nur so 'hingerotzt', wenn ihr versteht was ich damit meine. Und das, obwohl ich diese Geheimschrift fließend schreiben kann.

Für mich im Übrigen auch wieder ein Hinweis darauf, dass mit einer Fusion nichts wirklich verloren geht. Dinge, die dem Innen in der aufgespaltenen Form sehr wichtig waren und die einem selbst im fusionierten Zustand wichtig sind, können dann auch abgerufen werden. Ich nehme das Fehlen gewissen Fähigkeiten also mittlerweile als Möglichkeit an, zu überprüfen, wie wichtig diese Dinge früher waren und welchen Stellenwert sie heute hätten. Tatsächlich ist nichts 'fehlend', was mir im Moment wichtig wäre.

uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ

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  1. S

    Wir haben auch verschiedene Schriften. Ich weiß nicht mal, ob alle Anteile links schreiben, so wie ich oder auch teilweise rechts. Keine Ahnung. Aber deine Schriften sind teilweise schon sehr…puh mir fehlt das Wort. Explizit vielleicht?
    Bei uns sind sie schon sehr unterschiedlich, aber nicht so markant.
    Kannst du zuordnen, welche Schrift welchem Anteil gehörte? Ich kann das inzwischen ganz gut.

    • u

      Ja, das konnte ich so nach ca. 4 Jahren Therapie sehr klar zuordnen. Da hat auch das Diskussionsbuch maximal geholfen, weil dort die Innens zu dem was sie geschrieben haben im Laufe der Zeit auch einen Namen oder Markierungen dazu fügten.

      Und gerade, weil ich weiß von welchem Innen z.B. die Geheimschrift genutzt wurde – um die Gründe weiß und die Emotionen die dazu führten mittlerweile ja meine Gefühle sind – gerade deswegen tat ich mich so schwer sie weiter zu nutzen…

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