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Integriert = Geheilt = Keine DID/DIS mehr?

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In der letzten Zeit fällt uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ immer wieder auf, dass es in Blogs und Webseiten Berichte Einzelner gibt, die Aussagen ähnlich den folgenden treffen:

  • Ich hatte DID/DIS und bin nun geheilt
  • Ich bin integriert und habe keine DID/DIS mehr
  • Ich bin nicht mehr Viele sondern ein Uno
  • Ich war Viele nun bin ich nur noch Eine
  • Ich hatte früher mal DID/DIS

Dieses Thema der Integration und Heilung hat uns natürlich auch über lange Zeit beschäftigt… und tut es als selbst vollständig Fusionierter immer noch.

Die Aufspaltung der Persönlichkeit als Abwehrmechanismus gegenüber traumatischen Erinnerungen verliert an Bedeutung. Integration der verschiedenen Anteile wird so möglich. Für Patienten mit extremen Traumatisierungen ist eine vollständige Integration häufig nicht möglich. Stattdessen bessere Kooperation der Anteile untereinander. Der Prozess der Integration bedeutet, dass die einzelnen Anteile sich allmählich annähern und ihre Erfahrungen und Eigenheiten schließlich so intensiv miteinander teilen, dass ein kohärentes Selbstempfinden entstehen kann.

Referat von Ursula Gast

Ja, uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ  ist fertig mit dem an Trauma-Therapie, dass nötig war um die Aufspaltung nicht mehr aufrecht erhalten zu müssen. Ja, uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ hat versteht sich als die vereinte Kombination von vielen. Eben von 'unser' und 'eins'. Und alle Fachleute die mit uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ gearbeitet haben und arbeiten, erklären einhellig: "Das ist eine vollständige Fusion, die sie erreicht haben". Aber ich denke nicht: "Das war es, die DIS ist geheilt."

Die Fragen die sich uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ immer noch stellt: Wie stabil ist das, was man mit einer Integration oder gar einer vollständigen Fusion erreicht?

Also hat uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ mal wieder kräftig recherchiert. Im deutschen Raum findet man solche 'Heilungsberichte' sehr selten. Meist nur die kurzen Aussagen wie oben beschrieben. Im Englischsprachigen findet man dafür dann eine ganze Menge an Berichten. Da ist der Bericht von Rachel Downing die 1990 ihre "finale Integration" erlebte und sich als "voll integrierte Person (vormals DIS)" bezeichnet. Und auch Faith Allen sagt aus, "sie wollte keine Einschränkungen bei der Integration haben" und "der Bericht von Rachel Downing sei ihr dabei eine große Hilfe gewesen. Faith Allen erwähnt aber auch die Berichte von Truddi Chase, die sich entschlossen hat, zu lernen, wie die einzelnen Persönlichkeiten besser zusammenarbeiten können um im Alltag zu funktionieren. Rachel Downing schreibt in ihrem Bericht, dass es nach ihrer "ersten Integration" durch ein erneutes Trauma dazu kam, dass sie und ihre anderen Persönlichkeiten wieder den Kontakt verloren und auseinander brachen. Sie merkte, dass nach einer Integration oftmals eine Desintegration folgte und setzte sich als Fernziel, dauerhafte Integration zu erreichen.

"Alle meine Teile sind weiterhin hier, glücklich in ihrer sicheren Blase. Ich kommuniziere mit Ihnen wenn nötig, aber ich bin die Bestimmende. Sie bestimmen nicht mehr länger mein Leben. Wir sind ganz, EINS. Wir leben und treffen Entscheidungen gemeinsam."

Bericht von Liz Susan S.

Ein Beitrag von Elizabeth Power – die unter anderem als Beraterin tätig ist – beschreibt die Kommunikation zwischen ihr und einer Trauma-Therapeutin. Dabei geht es darum, dass eine DID Betroffene als "völlig integriert" galt und die 'plötzlich nach 5 Jahren wieder dissoziiert, Erinnerungslücken hatte und sich eine (neue) Persönlichkeit zu Wort meldete'. Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass es einen operativen Eingriff gab, die Patienten zwar durch das Anästhetikum betäubt war, aber der Schmerz dennoch wahrgenommen wurde, so dass eine andere Persönlichkeit in dieser Situation den Schmerz auf sich nahm. Diese (neue) Persönlichkeit fühlte sich hinterher schlecht, weil sie nun so Schwierigkeiten verursacht hatte.

Für uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ zeigt das klar, dass der 'perfektionierte Schutzmechanismus' der zu einer DID/DIS (oder aber auch DDNOS/DSNNS) führte auch bei aller Therapie nicht 'weg' geht. Wenn es zu einem erneuten Trauma kommt, kann es auch bei jemandem der als "voll integriert" bezeichnet wird, dazu führen, dass die 'alten' Schutzmechanismen wieder greifen.

Ergo sum bedeutet das für uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ: Integration oder eine vollständige Fusion ist toll, aber sie bedeutet nicht Heilung im Sinne von die DID/DIS ist weg. Es ist eher sowas wie 'geregelt', 'organisiert', kann ganz lange stabil bleiben oder aber auch 'kippen', wenn erneut Schutz notwendig ist.

Wie seht ihr das? Inwieweit habt ihr Integration als Ziel oder bereits erreicht? Und meint ihr die DID/DIS ist damit ein für allemal weg?

uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ würde sich sehr über eure Antworten freuen.

uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ

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  1. V

    Das was ihr erreicht habt ist ja der Hammer! Da würden wir auch gern sein. Sind wir aber noch lange nicht…Der Bericht von LizSusan S. lässt welche in uns aufschreien! Von wegen es bestimmt nur einer über das was getan wird oder entscheidet allein. Mit welchem Recht gerade die/der? In Absprache mit den anderen ist das natürlich was anderes, aber dann ist dies eben eine gemeinsame Entscheidung aller, dass die einwilligen wollen…Wir sind da noch lange nicht. Eine für Unos einfache Entscheidung ist bei uns selbst nach Stunden noch nicht getroffen. In der Regel muss jemand von Außen bei Entscheidungen helfen, oder es wird unterbrochen. Oder aber jemand ist gerad alleine vorne und entscheidet allein, worüber andere dann nicht immer glücklich sind, weil die es dann ausbaden müssen. Das find ich so mega schwer!Alles Liebe euch

    • U

      Unsereins hatte es als gemeinsame Entscheidung bei Liz Susan S. verstanden. Schließlich spricht sie ja weiterhin von WIR obwohl sie sich als mit ihnen vereint ansieht.

      Bei Unsereins ist es so: Einer ist der Repräsentant. Dieser hat im Laufe von Jahren in der Therapie von den einzelnen Anderen jeweils ihre 'Aufgabe', 'Fähigkeiten' und 'Erinnerungen' übertragen bekommen. Diejenigen sind anderen sozusagen ’nahe'. Sie verlangen nicht mehr ihren Anteil im Alltag und die Kommunikation mit diesen ist (seit einiger Zeit) nicht mehr nötig, da sie die Einstellung entwickelt haben: "Joa, passt. Der/die macht das schon so, wie es für mich auch gut ist." Das kann sich natürlich individuell ändern.

      Etwas anders ist es bei denen die unsereins als 'ruhend' und ’schlafend' bezeichnet. Sie haben ihre Dinge nicht weitergeben sondern haben sich 'zurückgezogen'. Die Ersten eher so, als ob sie sich mal kurz etwas ausruhen. Die Zweiten eher so, als ob sie feste schlafen würden. Sie könnten aber jederzeit wieder 'wach' oder aktiv werden in die Kommunikation einsteigen. Die sind halt alle noch da.

      Eine von uns, hat sich zu etwas anderes entschieden. Sie ist Teil des Repräsentanten geworden. Sie hat ihn dadurch wesentlich bereichert. Aber das war eine ganz persönliche Entscheidung von ihr und wohl ein Prozess, den unsereins nicht als ultimative Lösung erwartet.

      • V

        Und habt ihr noch Blackouts? Oder übernehmen immer mal welche den Körper und jeder weiß davon?
        Und gibt es Diskussionen unter einander? Oder macht der Representant die Entscheidungen allein und die anderen sind immer einverstanden? Ist nur er vorne?
        Sorry für die Fragen, möchte gerne wissen worauf wir uns vielleicht freuen können, wenn wir denn mal soweit sind.
        Vielleicht mögt ihr uns auch offensichtlich erzählen (wir haben keinen Passwort und ich weiß auch nicht ob ich nen haben mag) wie ihr diesen Zustand erreicht habt. Also was in der Therapie dafür wichtig war oder für eure Hausarbeit. Falls sich das irgendwie grob umreißen lässt.
        Fand ihr es wichtig, dass jeder persönlich in der Therapie reden darf? Waren irgendwelche Methoden für euch gut? Irgenwelche Infos? Oder das Verhalten anderer Menschen z.B. des Partners (in eurem Fall Partnerin)?
        Hattet ihr auch so viele Zweifel und Erkenntnisse im Wechsel, bezüglich Diagnose oder den Erinnerungen der anderen (am Anfang ?mitten drin?)?
        Wir fragen zu viel… Antwortet nur wen ihr mögt.
        Alles Liebe ❤

      • U

        Nein, es sind nicht zu viele Fragen… aber schon eine ganze Menge. :D
        Es kommt natürlich drauf an, wie man einen Blackout definiert. Früher sahen die für mich bei unsereins z.B. so aus:
        Ich habe mich auf das Schnitzel gefreut, dass meine Frau gemacht hat. Ich sitze vorm leeren Teller, schaue fragend in die Runde, da alle bereits am Essen sind, halte meinen Teller hin und frage, ob ich denn wohl auch eines bekommen könnte. Sie schaut mich verwirrt an: “Du hast gerade zwei Stück gegessen…” Jemand von unsereins hatte sich wohl begeistert drauf gestürzt. Weder von der Sättigung her, noch vom Geschmack, noch von der Zeit die dafür nötig war, kann etwas bei mir an.
        Wenn heutzutage so etwas passiert, dann bekomme ich entweder selber noch was von Essen ab und es kommt von innen ein: “Das brauchte ich gerade”. Oder im ganz argen Fall wird mir direkt danach mitgeteilt: “Ach ja, das und das habe ich gerade gegessen.” Und ich habe zumindest das Sättigungsgefühl…
        Also ja, es kommt noch vor, aber das Wissen um das was geschehen ist, wird danach weiter gegeben. Mein Zeitgefühl ist dann aber dennoch hinüber.
        Bei gewissen Dingen weiß ich auch, wer “gleich übernehmen wird” und teilweise kann ich da dann auch noch “zuschauen”. Meist will ich das aber ehrlich gesagt nicht. Denn so wie ich mir Privatsphäre wünsche und die anderen das respektieren, tue auch ich das. Wenn also was am PC zu programmieren ist, lasse ich das denjenigen mittlerweile einfach machen. Wenn es etwas ist, das für mich relevant ist, teilt er mir hinterher das Nötigste mit.
        Klar gibt es hier Diskussionen! Im Laufe der Zeit hat sich unsereins stark organisieren können (wenn ihr euch die Menüstruktur hier im Blog anschaut ist das gut zu erkennen, auch wenn die Beiträge gesperrt sind). So wurde es möglich, dass nicht immer alle rum diskutieren müssen. Vielmehr ist es so, dass sich ‘gleich denkende’ zusammen getan haben und einen ‘Sprecher’ bestimmt haben, der sich im Interesse derjenigen zu Wort meldet. Seitdem ist es für mich – aber auch für alle anderen aktiven hier – wesentlich einfacher geworden. Nicht mehr so viel Chaos weil 30 oder 40 zeitgleich was zu meckern oder eine Meinung zu äußern haben. So sind es im Alltag nun noch 4 weitere die mit mir in kontinuierlicher Kommunikation stehen und bei großen Entscheidungen 5 weitere. Damit sind im Regelfall alle Meinungen abgedeckt. Also nein, ich als Repräsentant treffe nicht alle Entscheidungen… und schon garnicht alleine… und wir erklärt, sind auch andere zwischendrin “vorne” oder wie unsereins es nennt ‘zeigen sich nach außen’.
        Einen öffentlichen Beitrag dazu, was unsereins besonders geholfen hat, ist in der Mache… dauert aber sicher noch ein bisschen. Auf zwei Punkte geht unsereins aber jetzt noch ein.
        Anfangs wollte hier auch jeder in der Therapie mal ‚quatschen’. Und in der ‘normalen’ Verhaltenstherapie war das auch immer OK und machbar. In der Traumatherapie würde aber schnell klar, dass einer von uns die machen soll. Zum Einen wollen sich ganz viele mit ihrem persönlich erlebten nicht auseinandersetzen und zum anderen erklären es die Therapeuten auch sinnvoll. Schließlich können sie nicht jedes mal von vorne anfangen, weil gerade irgendwer da ist, der noch von nichts weiß. Also wurde vereinbart, dass der Repräsentant die Traumatherapie macht und in der Therapie dann sagt: “…So und so von unsereins hat aber…” oder “…der und der meint dazu…”
        Zweifel? Am laufenden Band! Bis hin zum absoluten Verzweifeln. Und ehrlich gesagt ohne meine Ehefrau wäre ich sicher nicht mehr der Repräsentant. Sie hat mir so sehr den Rücken frei gehalten, dass ich immer wieder Mut schöpfen konnte um in der Therapie mich dem Geschehenen zu stellen. Dass sie dabei selbst oft viel zu kurz kam, ist aber genau so wahr.
        So hier nun erstmal Schluss, die Grippe macht unsereins gerade doch ziemlich zu schaffen.
        Oh man, was für eine lange Antwort ^•^

      • V

        Wir danken euch sehr für diese lange Antwort ❤. Und möchten euch gute Besserung wünschen wegen eurer Grippe.
        Eure Antwort lässt jemanden in uns weinen… Wir kennen es so gut, was ihr schreibt. So wohl das „nichts von wissen“ was gerade passiert ist am Tisch, als auch das „zusehen“ wenn gerade jemand vorne ist und sich zu wünschen, besser nichts davon mitzubekommen was die anderen tun!
        Gerade jetzt hab ich das Gefühl das ganze System bricht zusammen, weil es sogar minutlich wechselt und ich gar nicht mehr weiß wer ich überhaupt bin, was mich ausmacht oder meine Ziele sind. Ich habe das Gefühl verrückt zu werden. Früher bekam ich das nicht in diesem Ausmaß mit! Ich wünsche es mir lieber nichts mehr mitzubekommen, weil es mich so extrem verwirrt. Zumal ich meist nicht weiß wer da gerade agiert. Und diese Diskussionen! Gestern (oder wann es auch war) wollte ich unbedingt was haben und bin in ein Laden rein. Dort hab ich ewig gebraucht und irgendwelche Sachen eingepackt, um noch vor der Kasse festzustellen, dass das was ich wollte nicht bei ist, ich aber patu nicht mehr wußte was ich wollte oder will! Dann der Druck, weil mein Mann ungeduldig wurde und ich ne Angst verspürte und geheult hab in dem Laden. Ich nahm dann mit, was er vorschlug um überhaupt was zu haben, was zumindest in die Richtung „unserer“ Bedürfnisse gehen könnte. Und als ich aus dem Laden bin weinte eine bitterlich, weil sie nie bekommt, was sie haben möchte…
        Ich wünsche mir ich könnte die Bühne verlassen und es würde wieder mal jemand vorne sein, der richtig funktionieren kann. Zur Zeit klappt nämlich fast nichts mehr. Zähneputzen, Duschen, Kochen, Aufräumen, mal irgendwas von den vielen Dingen erledigen die darauf warten, mein Blog… Es ist ein Zufall wenn etwas davon geschieht oder zumindest begonnen wird. Ständig wird sich betäubt, abgelenkt, geheult, selbstgeschädigt oder es rattert im Kopf wie bei einer zerkratzten Schalplatte…
        Ist das der „Heilungsweg“ oder kollabiert mein System gerade?
        Es macht mich gerade fertig, dass diese Zweifelei bei euch nicht aufgehört hat. Es ist so irre, man kann noch so viele Beweise haben und zweifelt es doch alles an! Und kaum hat man gemerkt „mein Gott, es ist tatsächlich wahr“ ist eine Minute später bereits wieder alles „ausgedacht und geschauspielert und eingebildet“. Mein Mann kann das schon kaum hören!
        Gibt es keine „Pause-Taste“ in diesem „Theater- Stück“?
        Wir freuen uns auf euren Artikel, wie ihr alles erreicht habt.
        Es ist toll, dass ihr euch so viel für andere DIS-Betroffene einsetzt. Ich glaube, die ganzen Blogs der anderen „Vielen“ bringen uns echt sehr voran.
        Wir danken euch sehr.

  2. U

    Das was du beschreibst kenne ich nur zu gut. Lange habe ich gehofft, jemand anderes würde übernehmen und ich könnte einfach nur schlafen. Ich war so müde. Aber alle anderen hier wären der Meinung: "So gut wie im Moment war es noch nie, also lasst den das mal machen." Und ich war mir sicher, es geht gar nichts. Ich habe null Kraft, null Fähigkeiten, null Talent. Selbst Essen, Trinken und Körper-Hygiene waren ein riesen Problem für mich. Aber die anderen sahen es anders. Es hat lange gedauert, bis ich mich mit dieser Aufgabe arrangieren konnte.

    Unsereins kann dir nicht sagen auf welchem Teil deines Weges du gerade bist. Dafür sind die Wege halt voll unterschiedlich. Die Pause Taste bei den zweifeln gibt es. Sie funktioniert auch eine ganze Weile hier. Aber irgendwann meint wieder wer, es wäre alles völlig anders. Da ist dann mittlerweile aber nicht mehr der totale Supergau, einen benötigt ’nur' ein paar individuelle Übungen um das wieder recht schnell pausiert zu bekommen. Zumindest ist es hier so.

    Ja, Blogs anderer Betroffener können sehr hilfreich sein. Besonders wenn diejenigen schon einiges in der Therapie erreicht haben und es Recht gut im Leben anwenden können. Unsereins hat da auch so ein paar, die für unsereins zur täglichen Lektüre gehören. Kritisch wird es da, wo Multis seit Jahrzehnten auf der Stelle treten und alles immer nur schlecht reden (also jede Klinik, jede Therapie, jeden Artikel). Sowas hat unsereins Teils völlig runter gerissen. Weil alles plötzlich hoffnungslos aussah. Da ist zweimal fast völlig nach hinten los gegangen.

    • V

      Müde… Ja! Kaputt und fix und fertig!
      Mit Schlafentzug und Multitasking in Form: Malen nach Zahlen bis zum Umfallen und dabei Input von Videos oder TV und natürlich Futtern, habe ich es heute geschafft, dass etwas umgeschaltet wurde. Ein Tag mal ohne Wechsel und Flashbacks, ohne extremen Grübeln erreicht.
      Doch nur in diesem Trot. Spaziergang bringt das Hirn wieder ins Grübeln.
      Will ich nicht mehr! Ich brauch Pause sonst halt ich das nicht aus. Ständige Sehensucht nach der endgültigen Erlösung… Einfach nur Schlimm!
      Wegen der Übungen zu den Zweifeln: bitte, könntet ihr sie uns geben, bitte bitte. Also nicht eure individuellen, sondern den Rahmen dazu. Ich ertrinke in diesen Zweifeln und diesem Grübeln.
      Das ist alles so krass!
      Und könnt ihr uns konstruktiv Blogs empfehlen? Ich lese auch viel, obwohl nicht ständig, weil da zu Überforderung ist alles zu schaffen, aber auch weil zu viel in uns bewegt wird…
      Vielen lieben Dank an euch.

      • U

        Das Blog von Hannah C. Rosenblatt https://einblogvonvielen.org/ war für unsereins über die ganzen Jahre immer ein regelmäßiger Begleiter.

        Was die Pause angeht. Letztlich sind es angepasste, individualisierte Achtsamkeitsübungen rund um den sogenannten sicheren Ort, die unsereins sich da zu nutze macht. So kann unsereins sich aus der Gedankenspirale herausziehen und Positives fokussieren.

      • V

        Vielen lieben Dank.
        Die Hannah kennen wir vom Podcast. Müssen mal im Blog qeur lesen, ob es was für uns ist.
        Wegen der Übung muss ich schauen ob da was hilft. Achtsamkeit hilft uns nur in dem Augenblick des tuns, und auch nicht jedem von uns. Manche sind hochsensibel und sehen und hören alles, sind so gesehen immer mit Aufmerksamkeit unterwegs, aber sehr schnell gestresst wenn es zu laut wird oder zu schnell und zu viel. Panik ist dann die Folge. Und mir gibt es nicht unbedingt ne Pause, denn wenn diese da ist, ist es auch für mich Stress pur. Sichereren Ort haben schon viele, ist aber nicht Pause für mich. Tja, da muss ich halt was individuelles finden…
        Liebe Grüße

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