Therapie

Ein Leben mit Punkten

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uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ ist immer auf der Suche nach Sprachbildern mit denen ich mir selbst und anderen Personen – sowohl Betroffenen von DIS/DSNNS als auch Angehörigen, Interessierten und Fachleuten – die eigene Wahrnehmung des Innens darlegen kann.

Im Laufe der Zeit griff ich dabei für uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ unter anderem auf das "Körperhaus und seine Bewohner" oder aber auf das "Bild der Vase" zurück.

Heute möchte ich den Werdegang von uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ mit Punkten darlegen. Punkte ähnlich dem Konfetti, dass man so kennt. Ok, nicht ganz so – denn diese Punkte hier haben viele Änderungen erfahren…

Ich möchte in der unten laufenden Präsentation zeigen, wie ich in den letzten Jahren mich selbst, meine Innen-Wahrnehmung, die Therapie, die Ergebnisse und alles Mögliche gesehen habe. Oft waren Zweifel dabei. Angst, Unsicherheit, Wut… Die Präsentation kann natürlich nicht alle Aspekte der letzten Jahre bis ins Detail darstellen oder darauf eingehen. Die Phasen, wo gar nichts ging und nur mit Medikamenten dafür gesorgt wurde, dass 'überlebt' wurde sind nicht besonders herausgestellt. Auch sind die Therapien im Detail nicht erwähnt. Aber das was mich im eigenen Erkennen und der Therapie besonders belastet hat, kommt meiner Meinung nach gut herüber.

Die Punkte sind also eine Analogie zu den Scherben der Vase, den wahrgenommenen Persönlichkeiten und somit der Funktionsweise meines Gehirns. Dabei habe ich aber nicht alle Informationen aus allen Sprachbildern die ich verwendet habe, wieder aufgegriffen. Ich habe in der Präsentation z.B. nicht verarbeitet, wer/was Angenommen, Freigelassen oder Aufgegeben wurde. Es geht in der Präsentation aber auch darum dass ich zu Beginn meiner Selbstwahrnehmung ’nur' ein Teil – ein einzelner Punkt – war und erst im Laufe der Therapie für mich annehmbar verstand, dass dieser eine Punkt letztlich zu einem großen Ganzen wurde.

Für mich steht außer Frage, dass ich nicht die Ursprungspersönlichkeit bin – ich habe mich in all den Jahren wesentlich entwickelt. Ich glaube, dass jeder Mensch nicht mehr die Ursprungspersönlichkeit ist, die er zu Beginn seines Lebens, in seiner Kindheit, in seiner Jugend, im Erwachsenenalter mal war. Jeder verändert sich. Und ich glaube – wenn ich die Unos richtig verstanden habe – sind bei denen viele unterschiedliche Persönlichkeitsmerkmale vorhanden, die sie aber vollständig als ihre eigenen wahrnehmen. Und auch Unos werden wohl gewisse Persönlichkeitsmerkmale mehr oder weniger pflegen oder vermeiden.

Ich habe eventuell radikaler entschieden gewisse Punkte nicht mehr zu pflegen oder klar zu vermeiden als dies bei manchen Unos mit ihren Persönlichkeitsmerkmalen der Fall sein mag.

Mir ist klar, dass es durchaus passieren kann, dass in Zukunft neue Punkte bei mir dazukommen können, wenn ich nicht in der Lage sein sollte mit einer traumatischen Situation selbst direkt umzugehen. Denn mein Gehirn funktioniert auf diese Weise. Das würde dann sicher wieder großen Einfluss auf mich als Gesamtpersönlichkeit haben. Wie auch immer das im Detail aussehen würde.

In diesem Moment kann ich aber wie in den letzten Tagen und Wochen sagen: Ich fühle mich als Gesamtpersönlichkeit, die alle Punkte 'beinhaltet' und zwei Punkte (besonders wichtige Charaktereigenschaften) weiterhin besonders hervorhebt. Jeder angenommene Punkt ist wertvoll, wichtig, und macht durch die besondere Denk- und Handlungsweise zu dem Unikat, dass ich bin.

Das fusionierte Unikat mit dem 'Prädikat' uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ.

uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ

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  1. V

    Danke.

    Das anzusehen das macht irgendwie Hoffnung. Obwohl es zeigt wie extrem viel Kraft es gekostet haben muss und wie oft du aufgeben wolltest, überfordert, überwältigt, verängstigt usw. warst…

    7 Jahre und so so viel Therapie und Heimarbeit…

    Kannst du bitte sagen, wie viel durch diese zusammen wachsen für dich besser wurde? Hat der Kampf sich gelohnt? Ich nehme an, es gibt bis auf euch 3 auch keine weiteren Stimmen mehr und ihr habt keine Zeitverluste und es herrscht Einigkeit?

    Gibt es weniger Schmerzen? Gibt es noch Körper Erinnerungen oder irgendwelche Flashbacks bzw. Intrusionen? Was vermisst du und was freut dich? Gibt es jetzt keine Probleme mehr? Depressionen? Suizidgedanken?

    Ich frage, um zu sehen worauf man sich freuen könnte, ob der harte Kampf wirklich lohnt…

    Lieben Dank für diese Darstellung und alles Liebe euch.

    (PS. Hatte keine Mail Benachrichtigung zu diesem Beitrag, vielleicht auch andere nicht, weil denke es hat viel mehr likes verdient…)

    • u

      Danke dir für deine liebevolle Rückmeldung! Deine Fragen sind echt super und gerne würde ich darauf in den nächsten Tagen in einem eigenen Beitrag drauf eingehen. Ich denke, dass es sonst doch ziemlich untergehen würde, wenn es nur so in den Kommentaren steht. Wäre das für dich OK?

      [Der Beitrag ist normal per E-Mail raus gegangen und andere haben ihn auch bekommen. Hast du evtl. im Spam-Ordner nach geschaut?]

    • V

      Dort landen immer wieder Mails…

      Klar ist das okay ❤️

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