Therapie

Größter Fortschritt

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um author

In den letzten Tagen ging ein Gespräch mit einem Betreuer in die Richtung: "Was du und ihr schon alles erreicht habt…" und er erzählte, was ihm so als Laien alles auffällt, was sich geändert hat. Wie das so ist – wenn andere einem das so sagen, kommt meist eine bestätigende Antwort. Aber ob das bei einem selbst und in meinem Fall auch bei den anderen ankommt, ist eine ganz andere Sache.

Zuhause habe ich dann darüber nachdenken wollen, was denn der größte Fortschritt ist, der erreicht wurde. Denn was alles erreicht ist, ist mir mittlerweile schon klar. Ja, das ein oder andere Mal rede ich es mir selbst wieder klein, aber auch das halte ich für normal.

Der Gedanke war also da und die Frage wurde nach Innen gestellt: "Was ist der größte Fortschritt, der erreicht wurde?". Wie aus einem Guss bekam ich eine schallende Antwort von einer ganzen Horde:

"Die Programme sind blockiert"

Atmen – Ja, die Auswirkungen sind dieser von 'oben' eingerichteten Blockade sind tatsächlich riesengroß. Aber ehrlich gesagt hätte ich wahrscheinlich etwas anderes geantwortet. Wahrscheinlich wäre so Schlagwörter wie 'Innenkommunikation", "Inter(ne)aktion" oder "Integration" meine Wahl gewesen. Die Blockade der Programme (und Ultras) hätte ich da sicher nicht genannt. Ich war da bisher der Meinung, dass das nur ein notwendiges 'Übel' ist, da ich zur Zeit nicht in der Lage bin mich da sinnvoll drum zu kümmern. Aber wie oftmals in der Therapie lerne ich mal wieder dazu. Für die anderen ist es der größte Fortschritt. Also schaue ich nochmal genauer hin, warum es das für sie ist.

Die Sperre der Programme bedeutet vor Allem eines: Ruhe vor den Auswirkungen die diese Programme mit sich gebracht haben. Und diese Auswirkungen waren Teils sehr heftig – gerade was die Selbstverletzungen anging. Aber auch die Inneren Dialoge waren oft von Hass, Wut, Angst und Selbsthass geprägt. Das ist nun tatsächlich nicht mehr so. Diese Erkenntnis macht es mir leichter, anzunehmen, dass die Sperre existiert und ich nicht auf Gedeih und Verderb versuchen muss diese Programme auch 'final zu integrieren'.

Ich kann mich also mit noch mehr Ruhe um diejenigen kümmern, bei denen eine sprachliche Barriere existiert, die aber offensichtlich Hilfe brauchen und wollen.

uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ

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  1. M

    Melinas

    Interessant! Meinst Du damit die Automatismen? (Wie ich sie nenne)

  2. M

    Maryla Leopold

    Ich finde es toll wie du dich mitteilst. Was du noch erreichen willst , dies aber nicht mit Hektik tun willst. Kommt Zeit, kommt … . Lass dir Zeit

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