Erlebtes, Ionovias Alltagswahnsinn

Therapie

Ionovias Alltagswahnsinn

Hatte heute wieder meine Therapiestunde bei Frau Dr. W. – und sie musste mir heute mal wieder  den Kopf zurecht rücken.

Denn, auch wenn ich es versuche, die alten Verhaltensmuster sind soooo präsent, dass ich es kaum schaffe, dagegen anzugehen.

Sobald Termine anstehen, gehe ich über meine Grenzen, denn ich will diese Termine unbedingt schaffen. Und dabei ist es völlig egal, um was es sich handelt. Denn ich habe NULL Kraftreserven und das, was an Kraft da ist, reicht meistens nur für das, was gerade so hier zu Hause anfällt. Sogar hier muss ich mich ganz oft entscheiden, was ich denn nun mache – kochen oder Wäsche waschen? Einkaufen oder mich um unseren Kleinen kümmern?

Mehr als eine feste Angelegenheit pro Tag geht nicht – auch wenn mich das noch so sehr nervt, ich muss mich damit arrangieren für die nächsten Monate. Denn, wenn ich es nicht tue, dann falle ich in absehbarer Zeit wieder aus und damit ist niemandem gedient. Und, nur wenn ich es tue habe ich auf laaaaange Sicht gesehen die Chance, wieder Kraftreserven aufzubauen.

Man, das ist soooooo nervig – aber ich muss mir klar machen, dass mein Körper "krank" ist und Schonung braucht. Ich MUSS behutsam mit mir umgehen und Vernunft walten lassen, lernen flexibel zu sein und Situationen anders zu handhaben, als ich es früher getan habe.

"Sie müssen lernen, kräfteschonende Alternativen zu finden" – das war der Satz, der heute mehrfach gefallen ist.

Achja – und was für mich auch ganz schwer ist – mich nicht als faul zu betrachten, wenn ich versuche, mir mein Leben einfacher zu machen. Denn nur wenn ich es mir einfacher mache, kann ich auf Dauer wieder zu Kräften kommen.

Mein Verstand ist zwar am rummeckern ohne Ende – aber irgendwie muss ich ihm klar machen, dass er da jetzt durch muss. Der Körper fordert nunmal sein Recht auf Erholung – und die MUSS ich ihm geben, sonst hab ich verloren.

Vielleicht hilft mir ja wirklich das "Bild" meinen Körper und meine Kräfte als kleines krankes Kind zu betrachten, dem verlange ich ja auch keine Höchstleistungen ab, sondern tue alles, um es so weit wie möglich zu schonen. Ich biete ihm auch Alternativen an, um es so zu beschäftigen, dass es gesund werden kann – und genauso muss ich es auch mit mir selbst machen.

Also – zusammengefasst lautet meine Arbeit für die nächsten Wochen Monate:

– mir mein Leben einfacher gestalten

– kräfteschonende Alternativen finden

Na, mal schauen wie lange das klappt ^^

 

 

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