Erlebtes, Erlebtes von unsereins me

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Gestern Abend ging wieder meine persönliche Lieblings-Musik-Sendung an den Start: 'Sing meinen Song'. Zum Einen mag ich das Format an sich. Gestandene Künstler nehmen sich der Songs anderer Künstler an und erschaffen zum Teil spektakuläre neue Versionen von Hits der Musik-Szene. Es ist keine Karaoke-Show. Es fühlt sich stimmig und hochwertig an.

Bereits in den letzten Staffeln bekamen so Lieder ein neues Gewand, die mich irgendwann im Leben begleitet und zum Teil sehr berührt haben. Die Künstler haben sich teilweise die Songs der Kollegen so sehr vereinnahmt, dass es wirkte, als seinen diese Lieder aus der eigenen Feder. Es waren aber auch Songs dabei, die für mich in der Vergangenheit entweder keine Rolle spielten oder mir sogar völlig unbekannt waren.

Einer der Kandidaten war z.B. 'Weiße Fahnen' von Silbermond. Die neue Version von Boss Hoss aus Staffel 4 bewegt mich immer wieder sehr.

Auch in der aktuellen Staffel habe ich bereits ein solches Lied geboten bekommen. 'Ich tanze leise', neu interpretiert von Michael Patrick Kelly, berührt mich sehr. Verlust – ein Thema, dass jeder Mensch in seinem Leben leider immer wieder erfährt. Egal wie dieser Verlust im Detail zustande kommt – Verluste sind eine Belastung. Und ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die dadurch, dass sie ihre eigene Trauer publik machen, anderen helfen sich mit der eigenen Trauer auseinander zu setzen.

Was mich neben der eigentlichen Musik aber zum Teil noch länger bewegt, sind die Geschichten der Künstler. Die Lebensgeschichte des jungen Wincent Weiss ist so ein Beispiel. Ohne Vater aufgewachsen, mit 16 in einer eigenen Wohnung und einen Freund durch Suizid verloren. Stationen des Lebens, die er in seinen Liedern besingt und mit deren Verarbeitung er z.T. noch nicht fertig ist. Interessant war zudem, dass selbst gegenüber einem Kollegen und 'Freund', mit dem er oft unterwegs ist, sich überrascht zeigte. Johannes Oerding sagte sinngemäß: 'Da sind wir wohl nie in die Tiefe gegangen'.

Es erinnert mich an den eigenen Umgang mit der Vergangenheit: So lange wie irgendwie möglich nicht damit auseinander setzen und sich vor anderen nichts anmerken lassen. Es hat gedauert, bis ich an einen anderen Stand kam.

Danke für den Einblick in den Werdegang und die Emotionen, Wincent Weiss.

uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ

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