Erlebtes, Ionovias Alltagswahnsinn

Manchmal…

Ionovias Alltagswahnsinn

… stelle ich mir tatsächlich die Frage:

"Was wäre wenn…?"

…ich meinen Mann nicht kennengelernt hätte?

…er nicht Viele wäre?

…er es nicht schaffen würde, vorne zu bleiben sondern ein anderer stärker wäre?

…es für mich tatsächlich zu viel würde, jeden Tag mit ihm zusammen zu leben?

 

Sind diese Fragen berechtigt? Darf ich mir diese Fragen stellen?

Ich glaube, dass die Antworten nicht wirklich einfach sind. Und ich scheue mich auch davor, Antworten zu geben.

Denn, das würde für mich auch irgendwo ein Aufgeben bedeuten. Ein Aufgeben des Lebens, das ist habe. Sei es durch eine Entscheidung von mir oder eine, die mir vor die Nase gesetzt würde. Und damit möchte ich mich nicht wirklich auseinander setzen.

Ja, mein Leben verläuft anders als das anderer Menschen. Und es verläuft auch anders, als ich es mir vorgestellt habe.

Aber – ist es deswegen ein "schlechteres" Leben als das, was ich mir vorgestellt habe? Nein.

Es ist vielleicht ein anstrengenderes Leben, als ich es mir vorgestellt habe. Es stellt mich jeden Tag vor neue Herausforderungen. Vor allem die Herausforderung, mich selbst und mein Leben nicht zu vergessen und mich nur noch auf meinen Mann und die Seinen zu konzentrieren. Das ist das, was mir am schwersten fällt.

Ich bin ein sehr loyaler Mensch – das ist auch der Grund, warum wir geheiratet haben, gegen alle Stürme, die von außen auf uns nieder gegangen sind. Und das ist auch der Grund, warum ich mich jeden Tag diesen Herausforderungen stelle. Für mich gibt es kein Aufgeben in dieser Situation – dafür ist mir meine Ehe zu viel wert. Dafür liebe ich meinen Mann zu sehr, als dass ich ihn und die Seinen nicht mehr in meiner Nähe haben möchte.

Auch wenn es nötig ist, dass ich mir immer wieder Auszeiten nehme, so wie gerade im Moment, so merke ich doch gerade in diesen Auszeiten, wie wichtig mir meine Familie ist, mein Mann ist und auch die Seinen sind.

Ich hoffe, dass ich bald einen Therapieplatz bekomme und dort die Möglichkeit habe, daran zu arbeiten, mich auch im Alltag mehr um mich und um meine Bedürfnisse zu kümmern, noch besser zu lernen, wann ich an meine Grenzen stoße und nicht erst darüber hinaus gehe.

Das wird nicht in ein paar Wochen funktionieren, das ist mir klar. Es wird auch für mich ein Prozess werden, der einige Zeit in Anspruch nehmen wird und ein dauerhaftes Arbeiten erfordert.

Eigentlich kenne ich die Anzeichen dafür, wann meine Grenze erreicht ist, doch ich vermeide es noch viel zu lange, mich dann damit auseinander zu setzen und etwas zu ändern, obwohl es nicht wirklich schwer wäre. Und doch ist es schwer!

Das Leben ist eines der kompliziertesten oder so ähnlich^^ aber auch eines der Schönsten, was wir haben.

Und – ich habe ein gutes Leben: einen Mann, der mich über alles liebt; drei tolle Kinder, die mir viel Freude bereiten; eine Wohnung, in der ich mich wohl fühle, auch wenn es manchmal eng ist; ein paar ausgewählte gute Freunde, die an meinem Leben teilhaben und Eltern, die mich unterstützen und mir immer wieder Mut zusprechen, die Herausforderungen jeden Tag aufs Neue anzugehen.

Darüber kann ich mich wirklich glücklich schätzen – denn all das ist mehr wert, als jedes Geld der Welt.

 

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