Erlebtes, Erlebtes von unsereins me

Ein kleiner Wuff *Seufz*

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Unser großer Wuff ist nun schon 10 Jahre alt. Er ist sehr umgänglich mit anderen Hunden – wenn diese nicht gerade völlig Gaga sind. Insgesamt ein Hund, der nur schwer aus der Ruhe zu bringen ist. Er ist ein tolles Tier, den uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ absolut ins Herz geschlossen hat. Natürlich überlegt man sich, was man dem eigenen Hund (und auch sich selbst) Gutes tun könnte. Anstatt mit einem Hund, könnte man auch mit zwei Hunden raus gehen. Irgendwas kleines dazu. Das macht kosten-technisch in der Futterversorgung und dem Unterhalt nun nicht wirklich einen riesigen Unterschied aus.

Ok, die Steuer ist bei einem zweiten Hund für beide Hunde höher – was auch immer das für eine Logik sein soll. Ein Hund kostet hier 90 Euro Steuern im Jahr. Für zwei Hunde muss man hier je 108 Euro Steuern zahlen. Also zusammen 216 Euro anstelle 180 Euro. Kann man manchen und hat sicher den Grund, dafür sorgen zu wollen, dass man sich nicht endlos viele Hunde anschafft… Ja, ich weiß, es gibt Tier-Messis. Und über die Sinnhaftigkeit des Unterschieds in der Besteuerung zwischen Hund und Katze nachzudenken, bringt mich auch nur in einen verwirrten Zustand.

Aber was mich weiterhin massiv nervt sind die Anschaffungskosten… Von einem Rassehund für mehrere hundert oder tausend Euro gar nicht zu reden. Es geht mir um die "Schutzgebühr" in Tierheimen. uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ hat da früher schon mal was zu geschrieben, aber jetzt ist es mal wieder ganz präsent.

Es wäre doch wichtig, ob ein Tier bei einer Person / Familie gut aufgehoben wäre. Also sollte sich das Tierheim die Lebensumstände anschauen. Vor der Abgabe an einen neuen Besitzer 10 x Gassi-gehen mit dem Hund zur Pflicht machen. Und zwar unter Begleitung eines Mitarbeiters des Tierheims. Wenn das Verhalten des Interessenten dabei so gut ist, dass der Mitarbeiter keine Bedenken hat, oder aber eventuell mit einer Hundeschule nachgesteuert werden kann, dann kann es zum nächsten Schritt kommen: Besuch der neuen Familie Zuhause direkt vom Mitarbeiter des Tierheims mitsamt dem Hund. Und erst wenn dort dann das Gassi-gehen auch reibungslos läuft, dann kann der nächste Schritt folgen und der Hund an die neuen Besitzer abgegeben werden.

So stelle ich mir einen Verantwortlichen Umgang eines Tierheimes mit einem Tier vor.

Ich weiß, ich bin ein Träumer. Dieses System ist nur auf Geld ausgelegt. Ich habe unseren jetzigen Hund auch aus dem Tierheim. Damals waren es noch 200 Euro, jetzt sind es mittlerweile 350 Euro "Schutzgebühr" für einen Hund. Als 'Entschädigung' bekommt man drei Jahre die Steuern erlassen und einen Gutschein für den Besuch von 4 Stunden in einer Hundeschule. Das bei solchen Summen Hunde wohl eher im Tierheim bleiben, als bei fähigen, liebevollen Haltern unter zu kommen, dürfte irgendwie klar sein. Und dass die Kosten für die Tierheime dadurch auch nicht geringer werden, sollte auch einleuchten. Schließlich verlängert sich die Dauer des Aufenthaltes und somit die Kosten für das Futter…

Aber nein, niemand hat mich begleitet, als ich unseren Hund aussuchte und mit ihm Gassi ging. Niemand hat sich das neue Zuhause angeschaut. Ich machte nur einen guten Eindruck und zahlte das geforderte Geld. Das reichte als 'Qualifikation' um einen Hund aus dem Tierheim zu holen.

Ich verstehe diese Welt einfach nicht. 

uɴsᴇʀᴇins & ᴍᴇ

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  1. V

    Diese Welt ist auch nicht zu verstehen.
    Bei uns ist die Steuer für EINEN Hund bereits bei 150€!
    Dabei wird hier nichts für Hunde getan, bis auf sehr wenige Hundekot-Mülleimer. Es gibt kaum Möglichkeiten mit Hund ohne Leine gehen zu können, dabei verlangt der Tierschutz mindestens 2 Stunden freien Auslauf am Tag. Doch hier ist genau das verboten und Flächen dafür gibt es nicht in der Nähe.
    Neulich hat eine Familie auf ihrem privaten Grundstück genau dies zu Verfügung gestellt, alles eingezäunt und Agility Sachen aufgestellt. Dafür haben die glatt ne Anzeige bekommen, weil sie sich keine Baugenehmigung holten! Genau, für ein Zaun und paar portable Holzteile!
    Aber die Stadt selbst bietet so etwas nicht, die Hundesteuer darf für alles mögliche ausgegeben werden zB. für Straßensanierung, nicht für Hunde! Dagegen wurde schon geklagt, bisher tut sich da aber nichts.
    Und mit der Schutzgebühr habt ihr auch Recht. Das muss man sich erstmal leisten können… Kopf schüttel!

  2. M

    Melinas

    Hm…ganz so einverstanden bin ich da nicht mit allem….Bei uns zahlt man keine Schutzgebühr, sondern – je nachdem – Tierarztbehandlungen, Impfungen, Entwurmung und Futter während des Aufenthalts – wird wohl unterschiedlich gehandhabt. Dass ich für meine Katzen Schutzgebühren bezahlte leuchtete mir sehr ein, denn wenn man sie verschenkt landen sie oft in Versuchslabor, denn sie sind für skrupellose Mitmenschen eine Geldquelle, die Labore zahlen dafür nicht so hohe Preise, das lohnt dann nicht, wenn eine Schutzgebühr bezahlt werden muss.
    Ja Du Träumer, so wäre es natürlich optimal, wie Du es vorschlägst, aber in Tierheimen arbeiten ohnehin meist Ehrenamtliche und da sind immer zuwenig Helfer. Ohne Ehrenamtliche Helfer in sämtlichen Bereichen würde unser Staat zugrunde gehen.
    Aber ich stimme mit Dir überein, dass es irgendwie unlogisch ist, dass man für Katzen keine Steuer bezahlt, zumal es Hund gibt, die kleiner sind als Katzen. Aber ich glaube, es gibt mehr herrenlose Katzen wie Hunde.
    Ich glaub Dir sofort, dass Du ein guter Hundepapi bist.

  3. D

    Drachenkinder

    Wir liegen mit der Hundesteuer dazwischen, bei 120 €.
    Unser Wauz kommt aus Griechenland, dafür haben wir auch eine Schutzgebühr bezahlt und Transportkostenbeteiligung.
    Dass man sich daran beteiligt, kann ich sehr gut nachvollziehen. Die Schutzgebühr verstehe ich allerdings nicht so richtig.
    Was Melinas schreiben finde ich auch interessant.
    Das ist eigentlich mal ne gute Frage. Warum gibt es nur ne Hundesteuer, aber nicht für Katzen oder andere Tiere? *grübel*
    Katzen laufen ja auch ganz viel draußen rum… (und kackern da überall hin?).
    Hier gibts au nur ganz wenig Mülleimer und so Kotbeutelspender, das is voll doof… weil dann muss man den vollen Beutel immer kilometerweit mitschleppen… weil grade so im Feld oder so gibts keine Mülleimer… und wenn der wauz aber so nah am Wegrand macht, dann muss man das ja wegmachn.
    Auch wenn viele anderes des nich machen. Wir regen uns auch immer über die auf, die die Hundescheiße direkt auf dem Weg liegen lassen, wir sind da auch schon paar Mal reingetreten, das is voll eklig. Und warum kann man die nich wegmachen?
    Und dann kommt, wenn man die drauf anspricht: Für was zahl ich denn Hundesteuer? Finden wir doof die Leute.
    Wauzis sind toll <3

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