Erinnerungen

In den letzten Tagen kam in verschiedenen Blogs und in E-Mails mehrfach die Frage auf: „Wie erinnerst du dich?“ Die Frage war ursprünglich darauf gemünzt, wie die jeweilige Person sich an Dinge aus dem Leben erinnert. Also quasi in welchem Format die Erinnerungen gespeichert und abgerufen werden. Dann wurde diese Frage erweitert mit dem DIS / DSNNS-Punkt, ob die Innens auch erinnert werden. unsereins & me möchte daher einmal zusammenschreiben, was hier im Laufe der Jahre durch medizinische Fachliteratur zusammengetragen wurde.

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Die Frage des Seins: Real oder Schein?

Aufgrund einer Nachfrage von Melinas kam es zu einem längeren E-Mail-Austausch. Letztendlich fragte Melinas am Ende, ob ich die Informationen aus der E-Mail nicht bei ihr im Blog als Kommentar hinterlassen möchte. Letztlich empfand unsereins & me es aber für stimmiger hier einen eigenen Beittrag diesbezüglich zu veröffentlichen. Der Grundgedanke drehte sich um die Frage ob unsereins & me auch so etwas wie einen „inneren Beobachter“ kennen/haben würde. Dabei traf Melinas eine Aussage, die sie auch in Ihrem Blog darlegte und mit der unsereins & me überhaupt nicht daccord geht:

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Integriert = Geheilt = Keine DID/DIS mehr?

In der letzten Zeit fällt unsereins immer wieder auf, dass es in Blogs und Webseiten Berichte Einzelner gibt, die Aussagen ähnlich den folgenden treffen:

  • Ich hatte DID/DIS und bin nun geheilt
  • Ich bin integriert und habe keine DID/DIS mehr
  • Ich bin nicht mehr Viele sondern ein Uno
  • Ich war Viele nun bin ich nur noch Eine
  • Ich hatte früher mal DID/DIS

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Stufen der Integration

Durch die letzten Beiträge mit dem Thema Integration machten es nötig, sich weiter über die Feinheiten von einer Integration Gedanken zu machen und sich weiter zu informieren.

Aus vielen E-Mails, Chat-Nachrichten und Gesprächen kam hervor, dass viele Betroffene immer noch sehr unsicher sind, was denn Integration im genauen Fall bedeutet. Natürlich kann man keine allumfassende Antwort geben, die für jeden Betroffenen passt. Schliesslich sind alle unterschiedlich, haben unterschiedliches erlebt und sind an einem anderen Punkt innerhalb der Therapie. Auch erlebt jeder sich einer anderen Art und Weise.

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Gut ausgearbeitete Informationen zu dissoziativen Störungen

Unsereins schaut natürlich immer wieder nach neuen Erkenntnissen und Webseiten mit gut fundierten Informationen zur DID/DIS. Wichtig ist es unsereins dabei auch, dass trotz aller fachlichen Korrektheit die Texte noch verständlich bleiben.

Auf der Webseite von Dr. med. Michael Depner, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist unsereins mal wieder fündig geworden. Zum Einen geht eine ganze Seite auf dissoziative Störungen im allgemeinen ein, zum Anderen eine Seite speziell auf die DID/DIS mit allen Abstufungen.

Es gibt viele Facharbeiten, die auf die zwei unten stehenden Punkte eingehen. Doch leider sind die meisten dieser Arbeiten gerade so für Fachleute verständlich, aber der Betroffene scheitert oft daran.

  1. Abstufungen der DID/DIS
  2. Pseudo-DID/DIS
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Traumalandkarte

Immer wieder wird unsereins gefragt, was eine Traumalandkarte ist und möchte das nun einfach erklären. Eine sogenannte Traumalandkarte dient dem Therapeuten und den Betroffenen dazu, die Anzahl der als traumatisch erlebten Geschehnisse im Leben des Betroffenen zu erfassen. Gleichzeitig wird die Stärke der zur Zeit des Traumaerlebens wahrgenommenen Emotionen aufgeführt. In einem zweiten Schritt wird die Belastung erfasst, die die Erinnerung an die früher erlebten Trauma in der heutigen Zeit auslöst. Diese Karten aktualisiert man regelmäßig um so den Fortschritt abbilden zu können.

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Informationen zu Dissoziationen

Der Begriff Dissoziation beschreibt in der Psychologie die Trennung von Wahrnehmungs- und Gedächtnisinhalten, welche normalerweise assoziiert sind. Hierdurch kann die integrative Funktion des Bewusstseins, des Gedächtnisses, der Wahrnehmung und der Identität beeinträchtigt werden.

Beispiele für dissoziative Störungen:

  • Bei einem Trauma-Opfer wechselt die Erinnerungsfähigkeit an das traumatische Erlebnis ungewöhnlich stark.
  • Ein Mensch hat noch während eines traumatischen Ereignisses das Gefühl, sich in je eine 'agierende' und eine 'beobachtende' Person zu spalten.
  • Ein Vergewaltigungs-Opfer hat noch nach Jahren psychogene Schmerzen im Unterleib, obwohl das auslösende Ereignis aufgrund einer traumatisch bedingten Amnesie nicht erinnerbar ist.

(Quelle: Wikipedia)

Weitere Informationen dazu können bei Der Bunte Ring nachgelesen werden.

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